Kanban (japanisch: 看板, „Signalkarte“) ist ein Steuerungssystem, das Prozesse nach dem Pull-Prinzip organisiert: Nichts wird produziert oder bearbeitet, bevor der nächste Prozessschritt es tatsächlich benötigt.
Ursprünglich von Toyota zur Steuerung des Materialnachschubs entwickelt, wird Kanban heute weit über die Produktion hinaus eingesetzt – in der Softwareentwicklung, im Projektmanagement und in der Verwaltung.
Das klassische Kanban-System arbeitet mit Karten oder Behältern als Signale: Ist ein Behälter leer, wird nachproduziert. Digital umgesetzt wird Kanban häufig mit Boards, auf denen Aufgaben von „To Do“ über „In Progress“ zu „Done“ wandern.
Kernprinzipien: Visualisierung des Workflows, Begrenzung der parallelen Arbeit (WIP-Limits), kontinuierlicher Fluss, Engpässe früh erkennen.
Verwandte Begriffe: Wertstromanalyse, Lean Management, Heijunka, Pull-Prinzip

