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Der Catchball-Prozess ist ein zentrales Element von Hoshin Kanri und beschreibt einen strukturierten, iterativen Dialog zwischen Führungsebene und Mitarbeitenden. Der Name ist Programm: Ziele werden wie ein Ball hin- und hergeworfen – von oben nach unten, von unten nach oben – bis auf allen Ebenen echtes Verständnis und Commitment entstehen.

Der Gegenentwurf zum klassischen Top-down-Ansatz: In vielen Organisationen werden Ziele von der Führung definiert und nach unten durchgereicht. Das Ergebnis ist bekannt – mangelndes Verständnis, fehlende Identifikation, halbherzige Umsetzung. Der Catchball-Prozess durchbricht dieses Muster.

In der Praxis funktioniert Catchball in mehreren Runden: Die Führungsebene formuliert einen ersten Zielentwurf und gibt ihn weiter. Die nächste Ebene prüft, hinterfragt, ergänzt – und wirft den Ball zurück. So wandert der Zielentwurf durch alle relevanten Ebenen, wird verfeinert und schliesslich gemeinsam verabschiedet. Das Ergebnis ist kein Kompromiss – sondern ein Ziel, das alle verstehen und mittragen.

Catchball braucht Zeit. Und genau das ist der Punkt: Die Investition in den Dialog am Anfang spart Reibung, Widerstand und Korrekturen in der Umsetzung. Organisationen, die Catchball konsequent praktizieren, berichten von höherer Zielklarheit, stärkerem Commitment und besserer Umsetzungsqualität.

Verwandte Begriffe: Hoshin Kanri, X-Matrix, Durchbruchsziele, Lean Leadership, PDCA-Zyklus

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